Tikal – Spielbeschreibung

Nach 13 Jahren Wartezeit (1986: Heimlich und Co.) ist es dem Spieleverlagsriesen Ravensburger mit Hilfe des Erfolgsautorenteams Kramer und Kiesling im Jahre 1999 endlich wieder gelungen, den begehrten Titel Spiel des Jahres einzuheimsen. Tikal ist ein Familienspiel der anspruchsvolleren Sorte, das 2 – 4 Spielern ca. 2 Stunden hohen Unterhaltungswert bietet. Jeder Spieler leitet eine Expedition durch den Urwald auf der Suche nach verborgenen Tempeln und Schätzen der Maya.

Das Spiel Tikal

Anmerkung: Das Spiel Tikal, so wie wir es hier vorstellen, wurde im Jahre 2007 von Rio Grande Games neu aufgelegt. Das Original ist im Ravensburger Verlag 1999 erschienen und von Franz Vohwinkel erstellt worden.

Autor: Wolfgang Kramer, Michael Kiesling

Verlag: Ravensburger Verlag, Rio Grande Games

Erscheinungsjahr: 1999

Spieleranzahl: 2-4

Altersempfehlung: ab 14 Jahre

Spielablauf

Es werden gemäß der Spieleranzahl die gleiche Anzahl an Hexaplättchen vor Beginn einer Runde aufgedeckt und versteigert. Derjenige der das höchste Gebot abgegeben hat, kann sich ein Plättchen aussuchen. So werden mehrere Versteigerungsrunden durchgeführt, bis nur noch ein Plättchen übrig ist, das dann kostenlos an den bisher leer ausgegangenen Spieler geht. So wird die Profiversion gespielt. In der Grundversion werden die Plättchen zufällig an die Spieler verteilt.

Tikal Verpackung

Nach dem Legen eines Hexaplättchens haben die Spieler 10 Aktionspunkte zur Verfügung, um sich mit seinen Expeditionsteilnehmern über den Spielplan zu bewegen, Schätze zu bergen und Tempel freizulegen. Wie viele Aktionspunkte die einzelnen Aktionen kosten, kann man einer Übersichtstafel entnehmen. Die Expeditionsteilnehmer, angeführt durch den Expeditionsleiter (deutlich größer als die anderen Steine), werden über das Basiscamp oder durch die beiden eigenen Camps, die ein Spieler zur Verfügung hat, ins Spiel gebracht. Diese Camps können auf Felder gesetzt werden, die keine Schätze oder Pyramiden beherbergen, und ermöglichen dem Spieler eine schnellere und direktere Platzierung der Expeditionsteilnehmer auf dem Spielplan als vom Basiscamp am Rande des Spielfelds aus. Auf dem Wege dieser Figuren durch den Urwald stößt man unweigerlich auf Schätze, die gehoben werden wollen und Pyramiden, die man Schicht für Schicht freilegt. Die Schätze werden möglichst so gesammelt, dass Zwillinge oder Drillinge gleicher Schatzsorte entstehen, die bei der Abrechnung mehr Punkte bringen als Einzelstücke und zudem nicht von anderen Mitspielern per Zwangstausch wieder verloren gehen können. Bei den Pyramiden kommt es darauf an möglichst viele Schichten freizulegen, denn diese Anzahl bringt bei den Wertungen die Punkte, die über den Sieg entscheiden. Hierbei ist es wichtig, in diesem Tempelfeld die Mehrheit an Expeditionsteilnehmern zu haben. Der Expeditionsleiter übt hier den dreifachen Einfluss gegenüber den normalen Figuren aus. Es kann im Laufe des Spiels sinnvoll sein, einen Tempel für sich zu sichern, wenn er einen hohen Wert erreicht hat. Er wird dann mit einer eigenen Figur gekennzeichnet, die restlichen an der Mehrheit beteiligten Figuren werden jedoch aus dem Spiel genommen, was zu einer personellen Schwächung der Expedition führt.

Tikal Spielaufbau

Der Spielaufbauf des Spiel des Jahres 1999 Tikal

Dreimal im Spiel tauchen bei den Hexaplättchen Tafeln auf, die einen Vulkan zeigen. Nun wird eine Wertungsrunde durchgeführt, beginnend mit dem Spieler, der dieses Plättchen ersteigert hat. Jeder hat in dieser Wertungsrunde erst einmal 10 Aktionspunkte zur Verfügung, danach führt jeder für sich eine Wertung durch. Punkte gibt es, wie bereits erwähnt, für die gesammelten Schätze und für Pyramiden, an denen man mehrheitlich beteiligt ist. Die Punkte werden auf einer Wertungsleiste mittels eines Zählsteines weitergesetzt. Nach der Wertungsrunde wird dann das Vulkanplättchen angelegt und die Spielrunde fortgesetzt. Wenn das letzte Hexplättchen gelegt ist und damit auch der Urwald vollständig erschlossen ist, beginnt eine letzte Wertungsrunde. Der Spieler der nach dieser Runde auf der Wertungsleiste am weitesten vorgerückt ist, gewinnt das Spiel.

Tikal Nahaufnahme

Nahaufnahme des Spieles

Unsere Meinung zum Spiel Tikal

Tikal ist unserer Meinung nach zu Recht zum Spiel des Jahres 1999 gekürt worden. Das Spiel überzeugt zunächst einmal durch die üppige Ausstattung und sehr ansprechende Grafik (typisch für Ravensburger). Außerdem bietet es sowohl Familien (Grundversion ohne Versteigerung) als auch ausgebufften Spieleprofis (Profiversion) eine Menge Spielspaß. Trotz seines stolzen Alters bietet es immer noch eine Menge Freude am Spiel. Nicht nur aufgrund der Tatsache, dass Tikal inzwischen schon für knapp 30 Euro in den Läden angeboten wird, lohnt sich ein Kauf.

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Autor: thomas

Thomas spielt bereits sein Leben lang. Gerade strategische Brettspiele haben es ihm angetan. Vor allem gegen Antonia gibt es immer wieder tolle Duelle auf Augenhöhe. Spaß am Spiel und immer wieder neue Herausforderungen stehen für Thomas im Mittelpunkt.

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