Elfenland – Spielkritik

Elfenland

etwa €18
Elfenland
9.1666666666667

Spielspaß

9/10

    Umsetztung des Themas

    10/10

      Spielidee

      9/10

        Qualität des Spielmaterials

        9/10

          Antonias Bewertung

          9/10

            Thomas Bewertung

            9/10

              Pro

              • tolles Design
              • Langer Spielspaß
              • einfach zu erlernen

              Contra

              • ein Beutel für die Transportmittel fehlt

              Erläuterungen zu den Bewertungen

              Amazon Logo

              Das Spiel Elfenland

              Autor: Alan R. Moon

              Verlag: Amigo Spiel + Freizeit GmbH

              Illustration: Doris Matthäus

              Erscheinungsjahr: 1998

              Spieleranzahl: 2-6

              Altersempfehlung: ab 10 Jahre

              Elfen sind mystische Wesen. Die sagenumwobenen Gestalten tauchen in vielen Märchen auf und es gibt viele Geschichten über diese. In der neusten Spielkritik behandeln wir ein Spiel, was den Elfen gewidmet ist. Genauer dem Erwachsenwerden eben dieser. Das Spiel Elfenland handelt von der Aufgabe, die alle Elfen erfüllen müssen, wenn Sie erwachsen werden. Die Durchquerung des gesamten Elfenreiches und den damit verbundenen Besuch aller Elfenstädte. Tauche mit uns in die märchenhafte Welt der Elfen ein und werde eine von ihnen. Das Spiel ist auch aufgrund des wunderschön umgesetzten Themas zum Spiel des Jahres 1998 gewählt worden.

              Das Spielprinzip

              Wie in der Einleitung angedeutet ist das Spielprinzip der Besuch aller Elfenstädte des Elfenlandes. Dafür musst du als Elfe handeln und denken. Für die Absolvierung der Strecken gibt es eine Reihe von Transportmitteln, die nutzbar sind. Genauer sind dies das Elfenrad, der Drache, das Riesenschwein, das Einhorn, der Trollwagen, die magische Wolke und das Schiffchen. Die Reise geht über vier Spielrunden, in denen die Spieler versuchen alle 20 Städte zu besuchen. Dafür erhalten sie jeweils acht Handkarten, die nach jeder Runde aufgefüllt werden. Die Karten zeigen schön illustriert die Transportmittel des Spielers. Die Karten korrespondieren mit den Transportplättchen. Diese müssen jede Runde abwechselnd auf die gewünschten Wege gelegt werden. Die Handkarten werden anschließend zum bezahlen der Wegkosten genutzt. Dabei gibt es fünf verschiedene Arten von Wegen (Berge, Wüste, Wald, Wiese, Wasser), die jeweils unterschiedlich viele Kosten, je nach Transportmittel kosten. Beispielsweise kostet die Durchquerung der Wüste mit dem majestätischen Drachen eine Karte und mit dem Einhorn zwei. Sollte ein Plättchen auf einem Weg liegen und der Spieler hat keine passenden Handkarten kann er mit der Karawane ziehen, was drei beliebige Karten kostet, Das soll es erst mal mit den grundlegenden Regeln gewesen sein.

              Elfenland Spielfeld

              Das Spielfeld von Elfenland ist sehr schön designt

              Die Regelübersicht zeigt, dass das Spielprinzip einfach zu erlernen und anscheinend keine große Spieltiefe vorhanden ist. Erstes ist richtig aber die Spieltiefe ist eben doch vorhanden. Da die Spieler im Uhrzeigersinn abwechselnd bis zu fünf der Transportplättchen legen dürfen und jedes neu gelegte Plättchen den ganzen Masterplan ändern kann. Der gemeine Mitelf kann ein Plättchen dort hinlegen, wo man selber langreisen wollte. Dies kann vorteilhaft sein, wenn der Spieler selber die passenden Karten besitzt oder äußerst ungünstig, wenn halt keine korrespondierenden Handkarten vorhanden sind. Dann heißt es die Route umplanen oder per Karawane reisen. Dieser Kniff kann der Spieler natürlich aktiv nutzen und die Mitspieler ausbremsen. Je mehr Spieler reisen, je mehr Wegüberschneidungen gibt es in der Regel. Für Ärger im Elfenland ist also stets gesorgt. Jeder Elf ist sich selbst halt am nächsten.

              Doch wie erwähnt kann ein vom Mitelf gelegtes Transportplättchen sehr hilfreich sein. Theoretisch sind dadurch acht Städte in einer Runde erreichbar, was aber aus der Erfahrung utopisch ist und selbst für den cleversten Elf selten vorkommt. Um alle Städte in den vier Runden zu erreichen, sollte der Spieler im Hinterkopf behalten, muss er fünf Städte durchschnittlich pro Runde besuchen. Bei vier neuen Plättchen pro Runde wird deutlich, dass das Nutzen der Gegnerplättchen oder der Wasserkarten von Nöten ist, um das Ziel zu erreichen.

              Karten vom Spiel Elfenland

              Die Transportmittelkarten und die -Plättchen im Überblick

              Thema Wasserkarten: Der moderne Elf von heute ist natürlich auch gut zu Schiff. Er überquert große Seen und segelt auch gerne einen Fluss entlang. Dabei benötigt er kein Transportplättchen, sondern ausschließlich Wasserkarten. Je nach Gewässertyp kostet es den Elf ein oder zwei dieser Karten für die Schifffahrt. Der kluge Elf sollte seine Route so legen, dass vor allem die Flüsse mit dem Strom befahren werden können, da dies nur eine Karte kostet und eine schnelle Reise zu den Elfenstädten ermöglicht. Im südlichen Elfenland können dadurch drei Städte in Folge bereist werden ohne den Einsatz von Transportplättchen. Natürlich müssen drei Wasserkarten auf der Hand sein, was auch nicht ständig so ist.

              Wichtig zu beachten für den jungen Elfen ist, dass er zum einen keine Städte abschneiden sollte, d.h. einzeln irgendwo stehen lassen sollte und auch Sackgassenwege minimieren sollte. Beides kostet unnötig Plättchen und Handkarten. Die Route sollte also so geplant werden, dass der Spieler bei jeder Bewegung eine neue Stadt besuchen kann. Ausnahme ist die Stadt Kiromah, die von Hause aus in einer Sackgasse liegt. Diese Stadt sollte idealerweise so besucht werden, dass sie in einem Zug mit einem Plättchen und zwei Hankarten doppelt abgefahren werden kann.

              Trotz der taktischen Gegebenheiten wird deutlich, dass das Brettspiel Elfenland leicht erlernbar ist und das Spielprinzip schnell verstanden wird, von erfahrenen Spielern oder auch Gelegenheitsspielern.

              Die Länge einer Reise hängt von der Anzahl Spieler ab. Zu zweit dauert ein Spiel etwa 40 Minuten im Schnitt und mit mehr Spielern kann sich dies bis zu eineinhalb Stunden verlängern.

              Verpackung und Verarbeitung

              Elfenland VerpackungDas Spielfeld zeigt die Karte des Elfenlandes und diese Karte ist mit so viel Liebe zum Detail erstellt, dass die Spieler wirklich in das Spiel eintauchen können. Sie ist sehr schön illustriert und designtechnisch das Highlight des Brettspiels. Aber auch die Karten und Transportplättchen sind schön designt und gut verarbeitet. Natürlich nutzen gerade die Karten sich im Laufe vieler Runden ab aber dies ist vollkommen normal. Die Verpackungsgröße ist aufgrund der Brettspielgröße festgelegt und soweit in Ordnung. Das Inlay der Verpackung ist auch gut, da alles seinen Platz besitzt. Leider ist kein Beutel für die Plättchen vorhanden, welcher aber für das Ziehen vorteilhaft ist. Das ist aber meckern auf hohem elfischen Niveau. Die Spielfiguren (Spielersteine und Stadtmarkierungen) sind aus stabilem Holz gefertigt, durchgefärbt und wirken wertig.

              Zum Lieferumfang gehört Folgendes:

              • 120 Ortssteine (20 je Farbe)
              • 72 Reisekarten
              • 48 Transportplättchen
              • 12 Ortskarten
              • 6 Elfenstiefel als Spielerfigur
              • 6 Übersichtskarten
              • 6 Hindernisse
              • 4 Rundenkarten
              • Eine Startspielerkarte
              • Ein Spielplan
              • Fünfsprachige Anleitung mit 40 Seiten (8 Seiten auf deutsch)

              Anspruch und Glück

              Das Brettspiel Elfenland besitzt einen gesunden Mix aus Glück und Anspruch. Schätzungsweise ist 30 Prozent Glück und der Rest Taktik sowie Strategie. Natürlich ist das Glück des Elfens durch das Ziehen von Karten und Transportplättchen notwendig, da nur mit den richtigen Elementen optimal alle Städte besucht werden können. Allerdings kann der Spieler durch das ständige Anpassen der Route reagieren und trotzdem sein Ziel erreichen und als erster zum erwachsenen Elfen werden. Wenn aber exemplarisch zwingend die Wüste durchquert werden muss und weder die Plättchen noch Karten passen, ist dies zum Haare raufen und selbst der cleverste Elf fühlt sich vom Glück verlassen.

              Spielspaß

              Das Spiel lebt vom tollen Design und der Möglichkeit in die Elfenwelt einzutauchen. Nach ein paar Runden sollte ein jeder Spieler kontrollieren, ob ihn schon Spitzohren gewachsen sind und er zum Elf mutiert.

              Elfenland Nahaufnahme

              Das Design ist aber nicht der einzige Grund, warum Elfenland so viel Spielspaß beinhaltet und dies auch über Jahre. Auch das Spielprinzip ist zu loben, da es einfach ist aber trotzdem komplex genug, um eine Strategie zu entwickeln. Zudem muss ein jeder Elf ständig umplanen, um auf Ereignisse, wie das blockieren seines Weges, zu reagieren. Diese drei Gründe sprechen dafür, dass das Spiel nicht langweilig wird und auch nach Jahren immer wieder Spaß macht. Es gibt nicht viele Spiele, die auch nach 18 Jahren, seit ihrer Erscheinung nicht altbackend wirken und noch heute mit modernen Spielen mithalten können.

              Preis-/Leistungsverhältnis

              Der Preis ist mit ca.18 Euro absolut angemessen. Der Käufer erhält ein schönes Brettspiel, welches toll designt ist und daher können wir einen Kauf durchaus empfehlen.

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              Antonias Avatar

              Elfenland wurde mir mit den Worten empfohlen: „Eins der wenigen Spiele, die wir mit 13, 15 und immer noch mit 18 Jahren gern gespielt haben. Und heute immer noch.“ Und es ist wahr, Elfenland ist immer wieder ein tolles Spiel! Das liegt an der gelungenen Mischung aus Strategie und Glück, die für Abwechslung und Spaß sorgt. Für den Erhalt von Beziehungen (und Geschwister...und manche Freunde...) empfehle ich persönlich eine „Pazifizierung“ des Spiels: einfach die Hindernisplättchen weglassen und schon wird alles friedlicher. 😉 Man kann sich schließlich immer noch genug mit den ganz normalen Plättchen ärgern.

              Antonia über Elfenland

              Thomas's Avatar

              Ich liebe das Spiel und es gehört zu einem meiner Lieblingsspiele, welches ich mehrfach im Jahr gegen Antonia spiele. Antonia schenkte es mir vor gut zwei Jahren zu Weihnachten, als wir unsere gemeinschaftliche Spielliebe entdeckten und mehr und mehr auslebten. Dabei fragte sie den Verkäufer, welches Spiel er empfehlen kann. Dieser meinte er kennt nicht viele Spiele, die man sich kauft und auch Jahre später immer noch gerne sowie häufig spielt. Elfenland ist eben genau dies. Und ja er hat vollkommen recht. Das Brettspiel kommt immer wieder gerne auf den Tisch und wir nehmen es auch immer wieder gerne zu Spielabenden mit. Das Spiel ist schnell erlernt, hat Tiefgang und ist sehr schön designt. Von daher ist es aus meiner Sicht eine absolute Empfehlung und sollte in keiner Sammlung fehlen.

              Thomas über Elfenland

              Fazit

              Elfenland besticht durch sein tolles Design, was den Spieler in den Bann des Elfenreiches zieht. Das Brettspiel ist mit so viel Liebe zum Detail gestaltet, dass jeder Spieler sich mit der Rolle des an der Kippe zum Erwachsenwerden stehenden Elfen identifizieren kann. Das Sammeln von Erfahrungen (hier metaphorisch dargestellt durch den Besuch aller Elfenstädte), ist auch für jeden Menschen wichtig, um sich wirklich Erwachsen zu fühlen. Dies macht einen großen Reiz aus, da vor allem junge Spieler über genug Fantasie verfügen, um in der Rolle aufzugehen.

              Auch das Spielprinzip kann überzeugen, da es schnell erlernt ist und trotzdem Tiefgang besitzt. Erst durch das wiedeholte Spielen sammelt der Elf genug Erfahrungen, um alle Kniffe des Spiels zu erlernen. Dennoch wird das Spiel nicht langweilig, sobald ein Spieler alle „Tricks“ kennt und eine ausgeklügelte Strategie besitzt. Da zum einen ein ständiges Umdenken durch verschiedene Ereignisse notwendig ist und zum anderen der Glücksfaktor gegeben ist.

              In diesem Sinne: Möge die Reise zum Erwachsenwerden beginnen.

               

              Autor: thomas

              Thomas spielt bereits sein Leben lang. Gerade strategische Brettspiele haben es ihm angetan. Vor allem gegen Antonia gibt es immer wieder tolle Duelle auf Augenhöhe. Spaß am Spiel und immer wieder neue Herausforderungen stehen für Thomas im Mittelpunkt.

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              2 Kommentare

              1. es ist immer wieder toll eure Spielkritiken zu lesen, danke dafür. 🙂 Elfenland habe ich auch schon seit mehreren Jahren und ich spiele es immer wieder gerne mit meinen Kindern. Euer Bericht trifft es genau: wir spielen es über Jahre immer wieder gerne und das seit die Jüngste ca. 10 Jahre alt war. Jetzt ist sie immerhin schon 19 und spielt es weiterhin sehr gerne.

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                • hey hey hey Ursula, vielen Dank für das Lob 🙂 Ja, es ist ein Klassiker, den man auch Jahre später immer wieder spielen kann.

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