Colt Express – Spielkritik

Colt Express

etwa €17
Colt Express
8.5

Spielspaß

9/10

    Umsetztung des Themas

    8/10

      Spielidee

      9/10

        Qualität des Spielmaterials

        8/10

          Antonias Bewertung

          9/10

            Thomas Bewertung

            8/10

              Pro

              • vor dem ersten Spiel wird gebastelt
              • autenthische Wild West Atmosphäre
              • Langer Spielspaß
              • 3D-Zug als Spielfeld
              • gutes Familienspiel

              Contra

              • schlechte Anleitung
              • Spielfiguren hätten den Charakteren angepasst werden sollen
              • etwas futzelig die Figuren im Zug zu bewegen

              Erläuterungen zu den Bewertungen

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              Das Spiel Colt Express

              Autor: Christophe Raimbault

              Verlag: Ludonaute

              Illustration: Jordi Valbuena

              Erscheinungsjahr: 2015

              Spieleranzahl: 2-6

              Altersempfehlung: ab 10 Jahre

              Howdy Cowboy! Es ist früh am Morgen und wir haben heute viel vor. Gleich kommt der Colt Express und in ihm sitzen gut betuchte Passagiere, die ihr Hab und Gut lieber bei sich tragen, als auf der Bank liegen zu lassen. Bänke werden aber in den letzten Wochen auch oft überfallen. Doch mit uns rechnen sie nicht, die feinen Herrschaften. Wir überfallen den Zug und vielleicht schmeißen wir den einen anderen Passagier von Bord. Einfach nur so, weil wir es können. Das Banditen-Leben so ganz ohne Pflichten und Gesetze ist toll und die Beute lässt meist begeistert aufjubeln. Wir sind berüchtigt und vielleicht werden unsere Geschichten Jahrhunderte lang weiter übermittelt. Yee-Haw!

              Das Spiel Colt Express handelt von einem solchen Überfall auf den gleichnamigen Zug. Das wird so spektakulär umgesetzt, dass das Spiel den begehrten „Spiel des Jahres“ im Jahr 2015 abgeräumt hat.

              Jetzt aber das Schießeisen in die Hand und ein paar Nuggets ergaunern.

              Das Spielprinzip

              Bei Colt Express geht es darum reich zu werden. Dies geschieht nicht wie gewöhnlich durch harte Arbeit, sondern durch das Ausrauben von den Passagieren eines Zuges. Getreu nach dem Motto Zum Reichtum führen viele Wege, und die meisten von ihnen sind schmutzig. Für den Reichtum startet der Spieler als Bandit in einem der letzten Wagons des Colt Express und er muss versuchen mehr Geldsäcke und Diamanten als seine Mitspieler zu ergaunern. Dafür sind alle Mittel erlaubt und der Cowboy kann seine Banditenfreunde sogar niederschlagen und anschießen. Durch den richtigen Einsatz des Colts kann er seine Gegner spielerisch behindern und zudem den Sonderpreis Revolverheld am Ende des Spiels erhalten. Den Preis erhält nämlich der Cowboy, der die meisten Kugeln in den Körpern der Anderen untergebracht hat. Aber keine Angst sterben wird niemand in diesem Spiel.

              Der Spieler hat vor dem Spiel die Wahl, welchen Banditencharakter er spielen möchte. Jeder Charakter hat seine eigene Spezialkraft. Beispielsweise kann Cheyenne, die süße aber trickreiche Indianerin beim Austeilen eines Hiebs den fallengelassenen Geldsack direkt aufnehmen (bei den Anderen, wird der Sack in den Zug gelegt) und Tuco kann mit seinem Colt durch die Deckenwand des Zuges schießen. So gibt es insgesamt sechs verschiedene Charaktere mit jeweils einzigartigen Fähigkeiten.

              Charaktere Colt Express

              Die Charakterkarten des Spiels

              Der ganze Überfall dauert fünf Spielrunden, die sich jeweils in zwei Phasen aufteilen. Dies sind die Planungsphase und die Aktionsphase. In der Planungsphase wird reihum agiert. Der Spieler hat jeweils die Wahl eine Karte seiner anfangs sieben Handkarten (außer der Charakter Doc, der eine Karte mehr ziehen darf) auszuspielen oder drei neue Karten zu ziehen. Dies geschieht in der Regel vier bis fünf Mal pro Spielrunde. Festgelegt wird es durch eine der Rundenkarten, die zeigt was gespielt wird. Zusätzlich wird vorgeben, ob offen oder verdeckt abgelegt wird und ob eine Spezialaktion am Ende der Runde passiert.

              Es gibt nur sechs verschiedene ausspielbare Karten, die die Aktionen der Banditen darstellen. Dies sind die Aktionskarten in der Übersicht:

              • Seitliche Bewegung, von einem Wagon zum nächsten oder über das Dach des Zuges.
              • Auf- bzw. absteigende Bewegung, vom Inneren des Zuges auf das Dach oder anderes herum.
              • Der Hieb, der durchgeführt werden kann, wenn ein weiterer Bandit auf demselben Feld steht und ihn so stark trifft, dass er einen seiner Geldsäcke fallen lässt.
              • Der Schuss mit dem Colt, der bei einem Treffer den verwundeten Mitspieler eine der Colt-Karten in sein Deck mit aufnehmen lässt.
              • Die Ausraubungskarte, die es dem Spieler ermöglicht einen Passagier zu erleichtern.
              • Die Marshall-Karte, die den Gesetzeshüter einen Wagon bewegen kann.

              Als aufmerksamer Cowboy erkennt der Spieler, dass die Möglichkeiten begrenzt sind aber sie sind ausreichend, glaube uns. Denn der Bandit muss alle seine Züge im Vorhinein planen und dabei beachten, was die Gegner ausspielen. Doch eine ausgespielte Karte des Mitbanditen kann unterschiedlich in der Aktionsphase genutzt werden und er muss versuchen die Taktik seines Gegners zu lesen. Dies ist nicht einfach und durch die Runden, in denen verdeckt ausgespielt wird, wird es zusätzlich erschwert. Auch ein merken der gegnerischen Aktionen ist von Vorteil, da so in der Aktionsphase präventiv agiert werden kann.

              Spielaufbau Colt Express

              Der Spielaufbau von Colt-Express

              Nachdem alle Karten in der Planungsphase ausgespielt wurden, beginnt die Aktionsphase. Dabei werden die Aktionen in der Reihenfolge des Ausspielens durchgeführt. Der jeweilige Spieler kann, sofern er eine Wahl hat, die Aktion so ausführen, wie er möchte. Somit kann er vorhersehbaren Aktionen der Mitbanditen ausweichen oder sich selbst in eine bessere Lage bringen.

              Sobald die Aktionsphase beendet ist, mischen die Cowboys alle ihre Karten und die nächste Spielrunde beginnt. Ab der zweiten Runde können jetzt auch Patronenkarten unter den Karten auftauchen, die dich behindern. Diese Karten hat der Spieler entweder durch seine Mitspieler erhalten, die ihn abgeschossen haben oder er war in einem Raum mit dem Marshall, der ihn mit seinem Schießeisen getroffen hat. Egal, warum er die Karten hat, sie schränken seine Möglichkeiten ein, da der Spieler weniger ausspielbare Karten zur Verfügung hat.

              Nachdem der Zug in der letzten Runde den Bahnhof erreicht hat, startet die große Abrechnung. Die Dollar-Werte der erbeuteten Gegenstände werden zusammenaddiert sowie der Revolverheld ausgezeichnet, der dadurch einen Sonderpreis von 1000$ erhält. Wer insgesamt den größten Betrag sein Eigen nennt, der gewinnt das Spiel und wird zum meistgesuchten Banditen des wilden Westen.

              Zweispielermodus

              Der Zweispielermodus variiert ein wenig zum Grundspiel. Bei zwei Spielern darf sich jeder Bandit zwei Charaktere aussuchen und bildet so ein berüchtigtes Gaunerduo, welches zusammen auf Diebestour geht. Einige der Karten werden in dieser Version aussortiert und dann beide Kartenstapel des Duos zu einem Deck vereint. Der Spieler kann dann eine Aktion eines seiner Banditen durchführen und dann ist der Gegner dran. Der Titel Revolverheld wird nicht vergeben und so gewinnt das Team mit dem meisten Geld, bei der Einfahrt in den Bahnhof. Der Zweispielermodus ist dadurch gut gelöst und auch zu zweit sind reichliche Aktionsmöglichkeiten geboten.

              Verpackung und Verarbeitung

              Die Fertigung des 3D-Zuges, den die Spieler vor dem ersten Spiel selber zusammensetzen müssen, ist gut, da er aus stabiler Pappe besteht. Gleiches gilt für die Accessoires, wie Kakteen und Felsen.

              Die Spielfiguren sind aus eingefärbtem hartem Holz und ebenfalls sehr wertig. Hier wäre es wünschenswert gewesen, wenn die Figuren wie Ihre Charaktere aussehen würden und nicht alle gleich. Das würde Colt Express noch etwas authentischer machen und die schon gute Atmosphäre weiter verbessern.

              Die Karten sind ebenfalls robust und werden einige Spielrunden schadlos überstehen.

              Sehr positiv ist das Inlay der Verpackung zu erwähnen, das den sechs Wagons und der Lok jeweils ein Feld für sich bereitstellt und somit eine ordentliche Unterbringung ermöglicht. Da die Lok und die Wagons zusammengesetzt verstaut werden, ist die Verpackung angemessen groß und nimmt keinen unnötigen Stauraum im Schrank weg, wie so einige andere Spiele. (Die Qwirkle Big Box ist da ein extremes Negativbeispiel)

              Cleveres Inlay

              Das Inlay der Verpackung ist clever gelöst, sodass die einzelnen Wagons sicher untergebracht werden können

              Anspruch und Glück

              Bei Colt Express muss der Spieler erahnen was seine Gegner vorhaben und eventuell Gegenmaßnahmen durchführen. Dafür muss er sich in etwa einprägen, welche Karten die anderen Banditen ausgespielt haben und vermuten, was sie mit den Karten planen. Neben den Merkfähigkeiten sind vorrausschauendes Denken und Strategie von Nöten, wenn der Spieler der beste Bandit sein will. Insgesamt ist der Anspruch durchaus hoch aber das Glück muss hold sein, damit die Fähigkeiten des Spielers auch ausgenutzt werden können. Ohne die richtigen Aktionskarten hat der Cowboy keine Chance auf den großen Wurf und wird verlieren. Trotzdem finden wir das Verhältnis von Anspruch sowie Glück ausgewogen und mit der richtigen Strategie kann auch ein wenig Pech ausgeglichen werden.

              Spielspaß

              Der Spielspaß fängt schon vor dem ersten Spiel an. Denn bevor es losgeht muss das Spielfeld erstellt werden. Genauer muss der dreidimensionale Colt Express aus seinen Einzelteilen zusammengesetzt werden. Die Komponenten sind aus stabiler Pappe gefertigt und ein Zusammenbau kann bis zu einer halben Stunde dauern, wenn man zu zweit agiert. Es macht Spaß den Zug zu fertigen und am Ende ist man stolz, ihn selber zusammengesetzt zu haben. Das ist ein schönes Erlebnis, was vor dem ersten Spiel erlebt wird und ein Zug als Spielfeld ist zudem etwas Besonderes. Allerdings liegt dieser Aufbau nicht jedem und sicher gibt es auch Leute, die dies eher als negativen Punkt sehen. Wir gehören aber nicht dazu.

              Nahaufnahme 3D Zug

              Der 3d-Zug in der Nahaufnahme

              Weniger Spaß macht die Anleitung, die einfach nicht gut geschrieben ist. Da waren wohl Greenhorns am Werk, denn ein einmaliges Lesen dieser, ermöglichte uns nicht, mit dem Spiel zu starten. Sie ist umständlich geschrieben, konfus und schwer zu begreifen. Dabei sind die Regeln nicht allzu komplex.

              Sobald die Regeln von Colt Express dann doch verinnerlicht sind, kommt der Spielspaß auf. Das Spiel besticht durch seine Wild Western Atmosphäre und die einfachen Möglichkeiten der Aktionen. Trotz der geringen Alternativen bei den Aktionen ist es meist schwierig die Gegner einzuschätzen und selber die richtigen Entscheidungen zu treffen. Die taktischen Möglichkeiten, die sich im Laufe eines Überfalls ergeben sorgen dafür, dass immer mit allem gerechnet werden muss.

              Auch ein Ärgernisfaktor für die Banditen hat das Spiel, denn wenn mehrfach der Gleiche Räuber abgeschossen wird, nimmt er es eventuell persönlich und versucht sich zu rächen.

              Vorteil von dem Spiel ist die einfache Spielbarkeit. Auch jüngere Teens ab zehn Jahren begreifen das Spiel und haben Spaß. Gerade diese jüngeren Cowboys sind meist begeistert von der Atmosphäre und können in das Spiel eintauchen. Da Strategie von Nöten ist, um auf lange Sicht zu gewinnen, haben auch erwachsende Spieler meist Freude an Colt Express. Diese Mischung macht es zu einem guten Familienspiel, welches von Seltenspieler und Spielecracks gleichermaßen gespielt wird.

              Der Zweispielermodus ist, wie erwähnt gut gelöst aber so richtig Spaß macht das Spiel erst ab vier Spielern aufwärts. Aber auch darunter ist Spielspaß gegeben.

              Wie schon James Arness im Kultwestern „Durch die Hölle nach Westen“ sagte „Man soll die Biber nicht zählen, bevor sie in der Falle sind.“. Dies gilt auch für Colt Express. Ständig kann sich etwas ändern und das gesamte Spiel auf dem Kopf gestellt werden. Dies macht einen großen Reiz des Spiels aus und bedeutet zudem, dass jeder Cowboy in diesem Spiel lieber mit einem offenen Auge schläft, um keinen Spielzug zu verpassen.

              Preis-/Leistungsverhältnis

              Colt Express ist relativ günstig zu erwerben und kostet ca. 20 Euro in gängigen Geschäften bzw. im Online-Handel.

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              Antonias Avatar

              Mich hat der Aufbau des Spieles schon begeistert. Den 3D-Zug zu basteln machte mir einfach sehr viel Spaß. Der Spaß wurde dann eingetrübt, durch die schlecht verständliche Beschreibung aber nachdem wir die Regeln dann doch verstanden haben, konnte mich Colt Express absolut in seinen Bann ziehen.

              Das Spiel bringt etwas Konfliktpotential mit sich und man fühlt sich schnell ungerecht behandelt, wenn beispielsweise mehrfach auf einen geschossen wird. Trotzdem bleibt mein Eindruck positiv und das Spiel ist etwas für die ganze Familie.

              Antonia über Colt Express

              Thomas's Avatar

              Colt Express ist ein schönes Spiel, welches mit seiner Wild West Atmosphäre überzeugt. Ich finde es persönlich schade, dass die Charakter-Spielsteine nicht individualisiert sind. Bei nur sechs Charakteren hätte dies das Eindringen in die Materie verbessert.

              Trotzdem kann ich das Spiel empfehlen, da es einfach Spaß macht. Dabei spielt das Alter und die Erfahrung der Spieler eine untergeordnete Rolle, da die Spielregeln simpel sind und egal ob Taktik vorhanden oder nicht, kommt beim Spieler Spielspaß auf.

              Der Aufbau des Zuges vor dem ersten Spiel macht ebenso Spaß und wer sich einmal wie ein richtiger Cowboy zu Zeiten von Wyatt Earp fühlen will ist mit Colt Express gut beraten.

              Thomas über Colt Express

              Fazit

              Bei Colt Express überwiegen die Stärken des Spiels. Es gibt zwar kleinere Makel, wie die schlechte Anleitung und die Einheitsspielfiguren aber insgesamt haben der französische Verleger ein tolles authentisches Spiel herausgegeben. Die Wild West Atmosphäre mit dem schönen 3D-Zug überzeugt und das Spiel macht einfach Spaß. Dabei kommt der Spielspaß bei Jung und Alt auf, was das Spiel des Jahres 2015 zu einem Spiel für die ganze Familie macht.

              Nahaufnahme-Spielfigur-Colt-Express

              Die Planung der Spielzüge und das genaue Aufpassen auf die anderen Banditen sind essentiell für ein erfolgreiches Spielen von Colt Express. Durch den Einfluss des Glückes beim Kartenziehen und die ausgespielten Karten der Gegner, verändert sich ständig die Situation und es muss darauf reagiert werden. So kann ein unerwartetes Manöver eines Gegners den gesamten Spielzug versauen, da er den Spieler beispielsweise durch den Marschall auf das Dach schickt und die weiteren Aktionen im Sand verlaufen. Dadurch entsteht ein guter Mix von Planung und Chaos, welcher Colt Express sehr spannend macht.

              Adiós Muchacho!

              Autor: thomas

              Thomas spielt bereits sein Leben lang. Gerade strategische Brettspiele haben es ihm angetan. Vor allem gegen Antonia gibt es immer wieder tolle Duelle auf Augenhöhe. Spaß am Spiel und immer wieder neue Herausforderungen stehen für Thomas im Mittelpunkt.

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              8 Kommentare

              1. nette Kritik, aber ich persönlich finde immer, dass es ein ziemliches Ungleichgewicht bei den Figuren und deren Spezialfähigkeiten gibt. Ich rede hier von Cheyenne, die schmeiße ich von vornherein raus, wenn nicht mit 6 Leuten gespielt wird da 1. Hiebe relativ selten ausgeteilt werden (einzig der Marshall wird noch weniger gespielt) und 2. eigentlich kaum jemand Geldsäcke erbeutet, da alle nur auf die Edelsteine und Koffer scharf sind.
                Im Vergleich dazu ist die Fähigkeit von Belle nahezu Übermächtig.
                Was meiner Meinung nach das ganze ausgeglichener machen und den Spielspaß steigern würde, wären wertvollere Geldsäcke, sodass nicht von vornherein klar ist, dass ein Geldsack höchstens so viel wie ein Edelstein bringt, sondern mit etwas Glück auch die bessere Beute sein könnte.

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                • Danke für deine Anmerkung Reinhard. Wir sehen es nicht ganz so drastisch wie du. Hiebe werden bei uns doch recht häufig ausgeteilt und meist mit Erfolg. Zum einen haben alle Mitspieler am Start ja bereits einen Sack und zum anderen sind die Diamanten ja in der Quantität beschränkt. Höherwertige Geldsäcke wären aber auch ein Gedankengang, der die Hiebfähigkeit noch verbessern würden, da hast du recht.
                  Allerdings geben wir dir mit Belle absolut recht. Ihre Fähigkeit ist unproportional stark im Vergleich zu den Anderen. Antonia vertritt die These, dass Belle nur dann nicht als Ziel ausgewählt werden kann, wenn sie mit einem anderen potentiellen Ziel an einer Stelle steht. (In einem Wagon oder auf demselben Dach) Laut Regeln ist es ja so, dass sie nicht gewählt werden kann, sofern es überhaupt ein anderes Ziel gibt. Das würde die Fähigkeiten sicher etwas ausgeglichener machen.

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                  • Das mit dem Start-Geldsack ist schon richtig, aber der hat ja mit 250$ immer den geringstmöglichen Wert. Wenn es mir also hauptsächlich darum geht, möglichst viele Punkte zu machen und nicht primär darum, die anderen Spieler zu ärgern, dann suche ich mir andere Beute, Bis irgendwer auch mal einen anderen Geldsack einkassiert hat. Den muss ich dann erstmal erreichen, erfolgreich boxen und dann noch darauf hoffen, dass ich dabei nicht den 250er ziehe. In der Zeit holen sich die anderen Spieler fleißig Edelsteine, Geldkoffer und ballern sich fröhlich zum Schützenkönig.
                    Ich bleibe dabei: Cheyennes Fähigkeit ist nur dann nützlich, wenn zufällig jemand mit zusätzlichen Geldsäcken in meine Nähe kommt, was bei den dutzenden Partien die ich bisher gespielt habe so gut wie nie vorgekommen ist und noch seltener waren die Geldsäcke spielentscheidend, was mich zu meiner ursprünglichen These bringt: die Geldsäcke müssen wertvoller werden, damit sie attraktiver werden und nicht in 90% der Partien vollkommen irrelevant bleiben.

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                    • Ich glaube, dass es nicht nur ärgern ist und die Hieb-Karte richtig eingesetzt schon gut ist, wenn man die Geldsäcke gleichzeitig aufheben kann. Aber ja, der Unterschied von einem Geldsack macht in den wenigsten Fällen den Sieg aus. Trotzdem können schnell einige Säcke eingesammelt werden und du musst bedenken, es sind nicht nur 250 $ mehr für dich, sondern auch 250 $ weniger für den Mitspieler 😉 Ich bin aber absolut deiner Meinung, dass höhere Geldsäcke das Spiel beleben würden.

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                      • Also gerade Cheyenne finde ich übermäßig stark. Wir losen die Charaktere aus und mit Cheyenne habe ich schon häufig gewonnen, sie gehört mit Belle zu den beliebtesten. Alle anderen Spieler benötigen eben zwei Züge (Hieb und aufheben), Cheyenne nur einen. Man kann auch mit vielen Geldsäcken gewinnen. Und wenn die Charaktere bei denen der Hieb ausgeführt wird, einen Geldkoffer dabei haben, setzt man auf diesen, auch wenn man ihn nicht direkt aufheben darf. Ich finde Tuco und Django am schwächsten, durchs Dach schießen wird bei uns selten genutzt oder beim schießen einen Waggon weiter befördern, bringt mehr Verwirrung rein und kann Pläne kreuzen, aber erschien uns als weniger stark. Doch wenn die Meinungen darüber so auseinander gehen, hat das Spiel vielleicht doch alles richtig gemacht 😉

                      • ja ich finde es auch sehr spannend, wie die Meinungen der Stärke variieren. Beim ersten Spiel hatte ich intuitiv auch Chayenne gewählt und klar gewonnen aber da spielte das Glück auch eine Rolle 😉

              2. Nett geschrieben, allerdings solltest du mehr auf deine Satzzeichen achten. Insbesondere auf die Kommas.

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                • Danke für deine Kritik. Korrektur-Leser sind immer herzlich willkommen 🙂

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