Chinatown – Spielbeschreibung

Chinatown, Mitte der 30er Jahre: In dem berühmten chinesischen Viertel in New York schießen Büros, Geschäfte und Restaurants wie Pilze aus dem Boden. Zwischen 3 – 5 Spieler schlüpfen in die Rolle von Geschäftsleuten. Sie bestimmen das Geschehen in Chinatown und haben nur ein Ziel: In 6 Spielrunden das meiste Geld einzustreichen. Zu Beginn jeder Runde werden zunächst einige Gebäude und Geschäfte verteilt. Anschließend handeln die Spieler um diese Objekte. Hier stehen zwar die eigenen Interessen im Vordergrund, doch dürfen die der anderen Spieler nie außer Acht gelassen werden, denn: Eine Hand wäscht die Andere.

Das Spiel Chinatown

Anmerkung: Das Spiel Chinatown, so wie wir es hier vorstellen, wurde im Jahre 2008 neu aufgelegt. Das Original ist im Ravensburger Verlag bzw. in seinem Unterverlag Alea 1999 erschienen und von Franz Vohwinkel erstellt worden.

Autor: Mathieu Leyssenne

Verlag: Z-Man Games

Erscheinungsjahr: 2008

Spieleranzahl: 3-5

Altersempfehlung: ab 14 Jahre

Der Spielplan zeigt im Schachbrettmuster einige bekannte Straßenblocks von Chinatown wie Bowery, Lafayette und Canal Street. Die insgesamt 85 Gebäudeplätze auf dem Spielfeld sind bei Spielbeginn noch leer. Das ändert sich schnell, wenn in der ersten Phase jeder Spieler einige Gebäude zugeteilt bekommt und sie mit Chips auf dem Spielplan als sein Besitz markiert. In der zweiten Phase deckt jeder Spieler eine bestimmte Anzahl an Geschäftskarten offen vor sich auf. „Pengs fine Fireworks“, „Mao Tse Tangs Seafood“, „Mings Antiques“ sind nur 3 von insgesamt 12 verschiedenen Geschäften, die in Chinatown geführt werden können.

Chinatown Spielbrett

Spielaufbau vom Brettspiel Chinatown

Handeln wie auf dem chinesischen Basar

Die Gebäude und Geschäfte sind verteilt. Jetzt kommt es zur interessantesten und wichtigsten Phase im Spiel – das Handeln. Dabei gelten nur wenige Regeln: Ob Geschäft gegen Geld, Gebäude gegen Geschäft oder Geld gegen Gebäude – jeder darf mit jedem und allem handeln. Hauptsache, man wird sich einig. Denn statt purer Konkurrenz gilt hier: Miteinander statt gegeneinander. Das ist vor allem dann wichtig, wenn im Verlauf des Spiels der Besitz eines bestimmten Gebäudes oder Geschäftes mehr Bedeutung erlangt. Denn davon hängt im Wesentlichen die Höhe der späteren Einnahme ab. Hier sind Einkommensunterschiede von bis zu 75 % möglich. Klar dass ein Spieler sein gesamtes Verhandlungsgeschick einsetzt, um so ein gewinnbringendes Geschäft oder Gebäude von seinen Konkurrenten zu ergattern.

Chinatown Brettspiel

Jeder Geschäftstyp kann – so sieht es die Bauvorschrift in Chinatown vor – nur bis zu einer bestimmten Anzahl an Geschäften erweitert werden. Die Apotheke z.B. umfasst maximal 3 Einzelgeschäfte. Das Radiogeschäft oder die Uhrmacherei hingegen können bis zu insgesamt 6 Läden ausgebaut werden. Schafft es ein tüchtiger Geschäftsmann, ein Geschäft bis zu seiner maximalen Geschäftsgröße auszubauen, dann gibt es richtig Geld. Aber auch für unfertige Geschäfte fließen schon einige Dollars aus der Bank. Hier ist clevere Geschäftsstrategie gefragt: Lieber auf viele kleine Geschäfte setzen, die schnell ausgebaut sind und von Beginn an gutes Geld abwerfen, oder so man auf die dicken Einnahmen spekulieren und versuchen, wenige große Geschäfte zu erhandeln?

Wenn niemand mehr handeln will, platzieren alle Geschäftsleute ihre Geschäfte auf dem Spielplan. Dann gibt es Geld! Entsprechend den Eigentumsverhältnissen auf dem Spielbrett zieht jeder Spieler seine Einnahmen von der Bank ein. Nach 6 Runden ist das Spiel zu Ende. Wer zu diesem Zeitpunkt das meiste Geld verdient hat, gewinnt.

Fazit

Chinatown ist ein witziges Spiel, was vor allem an dem Handeln liegt. Da wirklich alles dabei möglich ist, macht es gerade für kommunikative Personen besonderen Spaß. Neben dem geschickten Tauschen ist auch strategisches Denken und Vorausschau notwendig, um am Ende als Kaiser von Chinatown dazustehen. Das Brettspiel ist zu empfehlen aber nur bedingt für Familien. Die Altersfreigabe von 14 Jahren hat Chinatown nicht umsonst. Gerade für kleinere Kinder und Jugendliche wird es schwierig die Komplexität zu begreifen und beim Handeln mitzuhalten.

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Autor: thomas

Thomas spielt bereits sein Leben lang. Gerade strategische Brettspiele haben es ihm angetan. Vor allem gegen Antonia gibt es immer wieder tolle Duelle auf Augenhöhe. Spaß am Spiel und immer wieder neue Herausforderungen stehen für Thomas im Mittelpunkt.

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